Château Capion

Château Capion

DIE GESCHICHTE DES CHÂTEAU CAPION


Im 20. Jahrhundert wechselte Château Capion mehrmals den Besitzer. 1900 wurde es an die  Weinhändlerfamilie Wormser verkauft, die 1944  nach Auschwitz deportiert wurde und dort ums Leben kam. In den sechziger Jahren gehörte das Schloss der Familie Salasc, deren Grundstücke vorher für die Schaffung des Salagou-Sees bei Lodève enteignet wurden.


1996 zogen die Bürhers ins Château Capion ein und begannen mit der Renovierung und Umgestaltung des Schlossgeländes, legten einen Brunnen, einen französischen Garten, einen Zierteich und einen italienischen Taubenschlag an.
2016 wurde Château Capion von Oleg Chirkunov gekauft, der die vorhandenen Weinberge renovierte und die Umstellung auf biologischen Wein in die Wege leitete. 

 

Chateau_Capion_3

 

Damit begann eine neue Phase in der Geschichte dieses wunderschönen Anwesens inmitten einer wildromantischen Landschaft, die an schönere alte Zeiten anknüpfen sollte. An eine Zeit, als Wein noch weitestgehend ohne Chemikalien erzeugt und in der die Umwelt noch respektiert wurde. Auch das soziale Leben sollte wieder auf dem Château Capion stattfinden. Heute finden hier regelmäßige Weindegustationen und allseits beliebte und vielbesuchte Kulturverstaltungen statt.

 

Chateau-Capion-1


In alten Manuskripten wird der ursprüngliche Bau des Schlosses im 16. Jahrhundert erwähnt. Zu dieser Zeit bestand das landwirtschaftliche Gut (ohne das Schloss) aus Häusern und Gärten, Ackerland, Weinbergen, Olivenhainen, Wäldern und Weiden. Sie bedeckten eine Fläche von über sechzig Hektar, wovon 12 Hektar von Weinreben bedeckt waren. Dieses Land wird von einem stetig fließenden Bach, dem Gassac, bewässert, der je nach Jahreszeit zu einem Wildbach werden kann, der aus den Cevennen kommt.

In den 1880er Jahren begann man ernsthaft mit der Wiederherstellung des alten Glanzes des Schlosses, das ergänzt wurde durch den Bau großer Keller und Nebengebäude; und gleichzeitig ergänzte Herr Keittinger, der damalge Besitzer das Anwesen durch den Bau großer Keller und Nebengebäude.

Als die Reblaus 1863 Frankreich traf, die Weinpreise in die Höhe schossen und später die Capion-Weinberge wie so viele andere dezimierte, importierte Herr Keittinger amerikanische Weinreben die gegen die Reblaus resistent waren und pfropfte darauf die noch vorhandenen französischen Pfropfreiser. Auf diese Weise rettete er sein Weingut.


DAS WEINGUT CHÂTEAU CAPION

Die ursprünglichen Betontanks die in den 1950er Jahren in den Weinkeller eingebaut wurden, fassten 2.000 Hektoliter Wein. Inwischen wurden diese von thermestatisch regelbaren Edelstahltanks ersetzt. Darin werden heute die Trauben jeder Parzelle und jeder Rebsorte separat vinifiziert. Sogenannte Mikroselektionen, also kleine, besonders gute Erntemengen aus besonders guten Parzellen werden in kleinen Containern von 25 Hektoliter vinifiziert.

2017 startete das Großprojekt zur Neugestaltung und Aufwertung des Weinguts. Die Heiß- und Kaltwassernetze, die zur Temperaturregelung während der Vinifikation verwendet werden, sind jetzt computerisiert, und die gesamte Kellerei ist über umweltfreundlichere Wärmepumpen an dieses Thermoregulationssystem angeschlossen.

Die Weinherstellung erfolgt heute mit Schwerkraftfluss, bei die auteinander folgenden Arbeitsschritte auf verschiedenen Niveaus stattfinden und die Trauben, der Most und der Wein nicht mehr mit Spindeln und pumpen mechanisch, sondern schonender durch ihre Schwerkraft von einer in die andere Ebene gelangen.
 

Chateau-Capion-2

Schließlich werden auf dem Château Capion für die Reifung der Bioweine hochwertige Eichenfässer von renommierten Herstellern wie Boutes, Taransaud, Darnajou und Chassin verwendet. Sie stehen in verschiedenen Größen (225, 500 und 1500 Liter) zur Verfügung und werden ganz speziell für jeden Wein ausgewählt. Darüberhinaus wird auch mit mit Eiförmigen Betongefäßen und Amphoren experimentiert und für die Gärung sowie die Reifung der Weine verwendet um zu erfahren, wie diese die Reinheit und Ausgewogenheit eines Weins beeinflussen.
 

DIE TRAUBENERNTE

Die Ernte erfolgt komplett von Hand. Jede Traube wird an der Rebe sortiert, bevor sie in kleinen Kisten in den Keller transportiert und zur Konservierung in einem Kühlraum gelagert wird. Anschließend werden sie auf ein Förderband gelegt und erneut sortiert, wobei minderwertige Trauben aussortiert werden.
Alle Trauben werden parzellenweise separat vinifiziert. Bestimmte Rebsorten wie Grenache und Syrah werden in den Weinbergen isoliert, um in Mikroparzellen innerhalb einer größeren Parzelle zu wachsen. Das Ziel der Weinbereitung ist es, die besten Reben entsprechend der Bodenbeschaffenheit und der Qualität der Trauben auszuwählen.


WEINBERG UND TERROIR

Das Weingut Château Capion ist ein 45 Hektar großes Weingut mit einem einzigartigen Terroir. Zwischen dem niedrigsten und dem am höchst gelegenen Weinberg der Terrasses du Larzac (die Appellation) besteht ein Höhenunterschied von 200 Metern und umfaßt drei große geologische Zonen, nämlich Montpellier-Sandstein und Ton, kalksteinkies und Schwemmlandschluffen. Diese Lebensräume, die überall vorhandene Artenvielfalt und die klimatischen Unterschiede in den Weinbergen des Château Capion werden in Weinen nuanciert, die in ihrer Kraft und Finesse ihre Herkunft zum Ausdruck bringen.

Um erfolgreich Reben anzubauen, ist eine gründliche Kenntnis des Bodens unabdingbar. Mit Hilfe der Bodenwissenschaftler Claude und Lydia Bourguignon wurde jedes Grundstück bei Capion ausgiebig untersucht und die Bodenstrukturen kartiert. Dadurch kann auf die kleinsten Abweichungen reagiert und die Arbeit in den Weinbergen entsprechend ausgerichtet werden.

Die Pflege des Weinbergs bedeutet, das empfindliche Ökosystem des Bodens zu respektieren. Es bedeutet auch eine sorgfältige Bewirtschaftung der Reben. Vom Austreiben eines Rebenstumpfes über das Einbinden von Kordons bis hin zur  Befruchtung, der Öffnung des Fruchtbereichs der Rebe wird alles kontrolliert und in Handarbeit erledigt. Darüber hinaus hat das Gut seine Zertifizierung im ökologischen Landbau vorweggenommen und vorangetrieben. Seit 2016 sind alle bei Château Capion verwendeten Pflanzenschutzprodukte biologisch zertifiziert. Die ersten, länger im Fass ausgebauten Bioweine aus 2016, 2017 und 2018 Weine sind offiziell Bioweine in Umstellung und in Kürze werden auch die zertifizierten Bioweine der jüngeren Jahrgänge sind bei uns erhältlich sein.

 

DIE REBSORTEN

Syrah, Grenache, Cinsault, Mourvèdre und Cabernet Sauvignon sind die Rotweinsorten. Für die Weißweine werden Viognier, Roussanne, Vermentino, Chardonnay, Clairette, Grenache Blanc und Bourboulenc kultiviert. Das durchschnittliche Alter der Rebstöcke beträgt dreißig Jahre.

 

DER BODEN IN DEN WEINBERGEN

In den oberen Weinberglagen liegen überall cremefarbene Steine, manche so groß wie Kopfsteinpflaster. Dies sind lakustrine Ablagerungen von Kalkstein, Sandstein und Montpellier-Tonen, die die Wärme des Tages speichern und nach Sonnenuntergang an die Umgebung abgeben und die phenolische Reife der Trauben begünstigen. Aus diesem Grund stammen die meisten Syrah-Trauben aus diesem höher gelegenen Teil des Weinbergs mit seinen Ton-Kalk-Böden und seinem Untergrund aus Sand und Lehm für die Spitzenweine des Château Capion.

Eine Etage tiefer geht man über das sogenannte zentrale geologische Band des Anwesens und tritt auf Sand, verfestigte Kiesel und Kies. Dieses leicht entwässernde Land ist perfekt für unsere Sorten Mourvèdre, Syrah, Grenache und Cinsault.

Auf der unteren Ebene in der Nähe des Flusses Hérault, den man durch die Bäume hAu XXe siècle, Château Capion change plusieurs fois de mains. En 1900, il fut vendu à la famille de marchands de vin Wormser, qui fut déportée à Auschwitz en 1944 et y périt. Dans les années 60, le château appartenait à la famille Salasc, dont les terres avaient été auparavant expropriées pour la création du lac du Salagou près de Lodève.indurch im darunter liegenden Tal erblicken kann, befindet man sich auf Lehm- und Sandablagerungen. Hier werden die weißen Rebsorten angebaut.