Clos du Joncuas

Clos du Joncuas

Das Bioweingut Clos du Joncuas ist im Besitz der Familien Chastan, die es auch bewirtschaftet.


Über viele Jahre hinweg kümmerte sich Fernand Chastan um die Pflege der Weinberge und der Reben und seine Tochter als gefühlvolle Önologin um die Weinbereitung. Mit zunehmendem Alter ihres Vaters übernahm Dany auch die Organisation und die agronomischen Entscheidungen in den Weinbergen, wobei sie immer noch gerne den Rat ihres Vaters annimmnt.

Foto links: Uschi Hartl, Dany Chastan

 

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Dieser ist immer noch täglich in den terrassenartig angelegten Weinbergen unterwegs um nach dem Rechten zu sehen. Hier hat seine lebenslange Erfahrung unschätzbar großen Wert. 

Möglich wurde diese Arbeitsteilung Clos_Du_Joncuasdurch die Rückkehr von Fernands zweiter Tochter Carol aus Afrika, die jetzt in der Verwaltung des Weinguts tätig ist.

In den Weinbergen werden die Reben nach traditioneller alter Art ohne den Einsatz von chemischen Mitteln völlig im Einklang mit der Natur gepflegt. Die Weinlese erfolgt per Hand. Die Weinberge befinden sich unterhalb der Gebirgskette "Dentelles de Montmirails" und gehören zu den Appellationen Gigondas, Vacqueras und Seguret. Man kann Sie eigentlich als Weingärten bezeichnen, denn sie sind liebevoll gepflegt und eingebettet zwischen kleinen schützenden Baumgruppen, aber doch der intensiven Sonnenbestrahlung ausgesetzt. Die Reben wachsen je nach Lage der Weingärten auf sandig-rotlehmigen Böden mit tiefem sand-, kies- und kobalthaltigem Untergrund.

Foto rechts: Dany, Carol, ihr Sohn und Fernand Chastan

 

Dany, als begnadete Önologin bereitet die Bioweine nach ganz traditioneller Weise zu wie es zur Region passt, in der Weine niemals in Barrigues sondern in großen Fässern reiften.

 

 

Clos_du_Joncuas_TraubenernteClos_du_Joncuas_Eichenfässer

Hier entstehen aus gesunden und gehaltvollen Trauben die bestmöglichen Bioweine der Region, die seit vielen Jahren zu den besten der Appellationen Seguret, Vacqueras und Gigondas zählen.

 

 

 


Die Geschichte der Region von Seguret, Vacqueras und Gígondas der letzten
150 Jahre

Wussten Sie, dass im Süden Frankreichs Winzer und Bauern in den letzten 180 Jahren aufgrund von Umwelt- und Klima/Wetterbedingungen gezwungen waren, die Art Ihrer Kulturen zu ändern? Um 1850 war es die aus Amerika eingewanderte Reblaus die den europäischen Reben den Garaus brachte. Auf den kargen Böden der gerodeten Weinberge kamen nur wenige andere Pflanzen infrage, die im heißen Klima Südfrankreichs mit Erfolg kultiviert werden konnten. Andernorts entschieden sich Winzer dazu, Schafe zu halten, andere pflanzten Maulbeerbäume und züchteten Seidenrauben. Im Gebiet von Gigondas, Vacqueras und Seguret setzte man auf den Olivenanbau. Obwohl Olivenbäume sehr langsam wachsen, konnten nach 10 Jahren die ersten kleinen Ernten eingebracht und Olivenöl produziert werden. Diese Phase hielt bis ins Jahr 1956 an, als eine ungewöhnlich starke Kälteperiode alle Olivenbäume erfrieren ließ. Erneut wurden die Felder gerodet, das Olivenholz verfeuert oder für kunsthandwerkliche Erzeugnisse verwendet. Nachdem alle Versuche gescheitert waren, der Reblaus mit Chemikalien Herr zu werden, gelang es nach und nach, ihr mit dem Aufpfropfen europäischer Rebsorten auf amerikanische Unterlagen (die resistent gegen die Reblaus sind) Einhalt zu gebieten. Es war die erste biologisch wirkende Pflanzenschutzmaßnahme. Freilich hat man sich damit auch die aus Amerika stammenden Pilze, Peronospora und Oidium (echter Mehltau) in die europäischen Weinberge geholt, die heute immer noch große Schäden verursachen und die im konventionellem Weinbau mit viel Chemikalieneinsatz bekämpft werden.

Der starken Kälte von 1956 haben wir es heute zu verdanken, dass in vielen Teilen Südfrankreichs wieder Wein angebaut wird. Bei künftig steigenden Temperaturen werden unsere Enkel möglicherweise Datteln aus der Provence und Biowein aus Norwegen oder Schweden genießen?

 


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