Clos du Joncuas, Gigondas AOC, Biowein pur, rot, 2014


Clos du Joncuas, Gigondas AOC, Biowein pur, rot, 2014

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Clos du Joncuas, Gigondas AOC, Biowein, rot, 2014

Farbe: Dieser Wein hat, solange er jung ist, ein tiefes, anhaltendes Lila, das mit zunehmender Reife ins Purpurrote und schließlich ins dunkle Ziegelrot übergeht.

Nase: die intensiven Aromen setzen sich in seiner Jugend aus roten und schwarzen Früchten zusammen. Während seiner zunehmenden Reife kommen immer mehr würzige Noten, sowie ein leichter Anflug von holzigen Tönen hinzu. 

Mund: der Geschmack ist zunächst frisch, fruchtig und vollmundig, bei vollendeter Reife ( ab 4 Jahre) sehr dicht, mit gefühlter südlicher Intensität, samtweich am Gaumen, ohne es an Struktur fehlen zu lassen. Mit reifem Tannin das zu einem unendlich langen Nachhall beiträgt.

Servierempfehlung: mit 16° C, vielleicht zu einer Entenbrust mit Sauerkirschen in Balsamico-Sauce, zu einem Steak vom Rind, oder Wildgeflügel und reife Käsesorten.

Lagerpotential: dieser exzellente Biowein kann je nach Temperatur 8 bis 12 Jahre gelagert werden. 

Vegan

Alkohol: 14,5 % Vol
Enthält Sulfite

Rebsorten: 80 % Grenache, der Rest Mourvèdre, Cinsault und Syrah. 

Biowein zertifiziert durch FR-BIO-01, Mitglied beim Verband AB (Agriculture Biologique)
 

Diesen hervorragenden Biowein können Sie auch zusammen mit 5 weiteren Spitzenweinen im
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Bioweinbereitung

Anfang Oktober werden die Trauben in optimalem Reifezustand manuell geerntet und in Maischebottichen langsam, ungefähr 18 Tage lang ohne Zusatz von fremden Hefen vergoren. Während dieses Vorgangs werden die auf dem Most schwimmenden Traubenschalen regelmäßig mit dem Most verrührt, damit sich alle in den Schalen befindlichen Inhaltsstoffe lösen und in den Most übergehen können. Während der anschließenden 12 monatigen Reifung in großen Holzfässern wird dieser Rotwein drei Mal von einem in ein anderes Fass gefüllt, wobei die festen Stoffe jeweils auf dem Fassboden zurückbleiben. Auf diese Weise klärt sich der Wein ohne gefiltert werden zu müssen.


Dany Chastan, eine der beiden charmanten Töchter des Winzers ist für die Weinbereitung im Keller verantwortlich. Sie prägt den traditionellen Stil der Weine wie er zu Region, Trauben und Boden passtCarole Chastan (die 2. Tochter) kümmert sich um die Verwaltung des Clos du Joncuas.

 

Wussten Sie, dass im Süden Frankreichs Winzer und Bauern in den letzten 180 Jahren aufgrund von Umwelt- und Klima/Wetterbedingungen gezwungen waren, die Art Ihrer Kulturen zu ändern? Um 1850 war es die aus Amerika importierte Reblaus die den europäischen Reben den Garaus brachte.

Auf den kargen Böden der gerodeten Weinberge kamen nur wenige andere Pflanzen infrage, die im heißen Klima Südfrankreichs mit Erfolg kultiviert werden können. Andernorts entschieden sich Winzer dazu, Schafhaltung zu betreiben, andere pflanzten Maulbeerbäume und züchteten Seidenrauben.

Im Gebiet von Gigondas, Vacqueras und Seguret setzte man auf den Olivenanbau. Obwohl Olivenbäume sehr langsam wachsen, konnten nach 10 Jahren die ersten kleinen Ernten eingebracht und Olivenöl produziert werden.

Diese Phase hielt bis ins Jahr 1956 an, als eine ungewöhnlich starke Kälteperiode alle Olivenbäume erfrieren ließ. Erneut wurden die Felder gerodet, das Olivenholz verfeuert oder für kunsthandwerkliche Erzeugnisse verwendet. Nachdem alle Versuche gescheitert waren, der Reblaus mit Chemikalien Herr zu werden, gelang es nach und nach, ihr mit dem Aufpfropfen europäischer Rebsorten auf amerikanische Unterlagen (die resistent gegen die Reblaus sind) Einhalt zu gebieten. Es war die erste  biologisch wirkende Pflanzenschutzmaßnahme. Freilich hat man sich damit auch die aus Amerika stammenden Pilze, Peronospora und Oidium in die europäischen Weinberge geholt, die heute immer noch große Schäden verursachen und mit viel Chemikalieneinsatz bekämpft werden. 

Der starken Kälte von 1956 haben wir es heute zu verdanken, dass in vielen Teilen Südfrankreichs wieder Wein angebaut wird. Bei künftig steigenden Temperaturen werden unsere Enkel möglicherweise Datteln aus der Provence und Wein aus Norwegen oder Schweden genießen?

Zu Informationen und Impressionen des Clos du Joncuas

 

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